Hintergrund
Die zwei Bürgervereine der Wiehre
Bürgerverein Mittel- und Unterwiehre + Bürgerverein Oberwiehre-Waldsee-Oberau — wer macht was?
In der Wiehre gibt es zwei aktive Bürgervereine, die beide ihre Wurzeln in der ältesten Bürgervereins-Gründung Freiburgs haben: 1875 rief der Architekt und Stadtrat Karl Walterspiel im Gasthaus „Grüner Baum“ den „Lokalverein Wiehre“ ins Leben — den ersten Bürgerverein der Stadt überhaupt, dessen Vorbild später Gründungen im Stühlinger, in Herdern, in Haslach und in anderen Stadtteilen folgten. 1905 teilte sich der Lokalverein, weil das Gebiet zu groß geworden war, in den Bürgerverein Mittel- und Unterwiehre und den Bürgerverein Oberwiehre-Waldsee (heute Oberwiehre-Waldsee-Oberau).
Beide Vereine verstehen sich als überparteilich und konfessionell ungebunden und mischen sich in alle Fragen ein, die das Quartier betreffen: Verkehr und Parkraum, Denkmalpflege und Bauvorhaben, Grünflächen, Klimaanpassung sowie soziale Themen. Sie sind feste Stimmen im Bezirksbeirat Wiehre und begleiten Stadtplanungsverfahren mit Stellungnahmen und Bürgerversammlungen. Eigene Publikationen — der „Mittel- und Unterwiehre Bote“ beziehungsweise das Bürgerblatt Oberwiehre-Waldsee — erscheinen regelmäßig und dokumentieren Stadtteilgeschichte ebenso wie aktuelle Debatten.
Vorsitzende des Bürgervereins Oberwiehre-Waldsee-Oberau ist seit der jüngsten Wiederwahl Dr. Beatrix Tappeser, unterstützt unter anderem von Wulf Westermann und Wolfgang Spickermann-Frucht. Stadtteilfeste, Quartiersspaziergänge und Veranstaltungen zur Wiehremer Geschichte gehören zum festen Programm beider Vereine.